Brief ans Universum Nr. 3

Brief ans Universum Nr. 3

Liebes Universum,

ich muss jetzt nochmal was zum Engel-Mann loswerden.
Wenn zwei sich liebende Menschen beschliessen, einen gemeinsamen Raum zu erschaffen, ist das ja erstmal eine tolle Sache.
Könnte man doch eigentlich “Love-Room” nennen.
Man hält sich gegenseitig den Spiegel vor die Nase und kann zügig erkennen, wann dieser anläuft oder dringend mal wieder geputzt werden sollte.
Spannend wird es aber, wenn einer von beiden beginnt, sein Veto-Recht einzusetzen.
Und mehr oder weniger laut ruft: “Stop, hier ist meine Grenze.
Mehr Entwicklung brauche oder will ich gerade nicht.
Ich bleibe genau HIER stehen.”

Er, der wohl jetzt bei dir als Engel aktiv ist, hat mir bestens demonstriert, wie sowas geht. (siehe mein Brief #2 an dich)
Und ich will ehrlich mit dir sein, das macht keine gute Laune. Ich will dir erzählen, wie das ist.
Das ist, als ob man gemeinsam in eine Achterbahn steigt.
Man spürt die Aufregung im Magen, der Puls hämmert und sobald sie sich in Bewegung setzt, geht man davon aus, auch unten wieder anzukommen.
Also man hofft es zumindest sehr.
Ja, man denkt auch schonmal dran, ob auch die ganzen Schrauben wirklich dort sitzen, wo sie hingehören, aber sowas wischt man schnell weg.

Denn die Leute, die so eine Bahn zur Verfügung stellen, wissen ja schließlich im Allgemeinen, was sie tun.
So hält man sich also an den Händen und lächelt sich an, obwohl man total aufgeregt ist.
Aber es ist eine gute Aufregung, die Seele spürt, da tut sich was!
Dann geht es bergauf, es werden Unsicherheiten überwunden und man will mehr von dem anderen erfahren.
Immer weiter hoch, an Ängsten vorbei, auch an solchen, von denen man bis eben selbst noch nichts wusste.
Und dann kommt er, dieser ganz bestimmte, spannungsgeladene Moment.

Ganz oben auf der Spitze hält die Bahn nämlich nochmal kurz an und es reicht gerade noch für einmal tief Luft holen.
Beide sehen links und rechts runter und ihnen wird schwindelig.
Aber egal, der Himmel wird´s schon richten (also du!), wir schaffen das!
Und dann beginnt die Fahrt so richtig.

Das mag ich eigentlich total gerne, hier kann man das Leben so volle Kanne spüren.
Mit ordentlich Schwung bewegt sich das Gefährt Richtung Erde und es könnte so schön sein, bis…
…einer von beiden mittendrin schreit “Ich steige aus!
Ich will nicht da unten ankommen!
Mir reicht der Ausblick von hier schon völlig!
Fahr ruhig alleine weiter!”
Und die Bahn hält quietschend mittendrin an, dass die Bremsen rauchen.
Gebrauchsanweisungen für solche Fälle hast du ja nicht gerade an jedem Baum hängen!

Damals hab ich ziemlich verdutzt gekuckt, kannst du dich erinnern?
Ich hab ja nicht geschrien, aber er.
Und weil ich nicht wusste, was zu tun war, hab ich es erstmal dem Specht nachgemacht.
Ich bin so oft mit meiner Fragerei gegen seine Wand gelaufen, wie der Specht ins Holz hämmert, um eine Höhle zu zimmern.

DU kennst ja alle Antworten.

Aber als Mensch möchte man gerne verstehen, was das zu bedeuten hat.
Man bekommt eine Einladung, dann ein Ticket, man überlegt gar nicht lange und steigt ein.
Schließlich hattest du ja noch den ganzen Weg mit himmlischen Zeichen gepflastert.
Dann wird der Sicherheitsbügel umgelegt, velleicht gibt´s auch noch rote Rosen in die Hand gedrückt.
Gefühle hoch und runter, man macht das alles irgendwie mit, schließlich geht es ja um Liebe.
Und dann schwups, aus die Maus.
Stillstand. Schweigen. Fahrt beendet.
Egal, wie gut man den anderen spüren kann.
Egal, wie tief und alt die Verbindung ist.
Alles egal. Käse gegessen. Seelenvertrautheit in den Gulli gekippt.
Verweigerung sämtlicher Möglichkeiten auf der anderen Seite.

Nix mehr mit Händchen halten und Frischwind um die Nase.

Das akzeptiert man doch erstmal nicht einfach so?
Außer man hat ein Herz aus Stahl, aber ich glaube, das ist wohl eher selten.
Es ist dieses Gefühl, doch gerade erst die Garantie für den Jackpot bekommen zu haben.
Als ob man am Schießbudenstand den Hauptgewinn erreichen könnte, diesen riesigen rosa Bären.

– Zwischennote: Bitte nimm das jetzt nicht wörtlich.
Ich weiß, wie schnell du manchmal liefern kannst.
Ich bin absolut nicht an einem großen rosa Plüschtier interessiert! –

Und dann müht man sich ab, doch irgendwie diese Dosen zu treffen.
Versucht es von oben, von unten, tanzt im Baströckchen eine Runde Samba, nochmal ein Wurf von der Seite, aber es geht einfach nicht.
Es ist kein vorwärtskommen in Sicht.
Aber soll ich dir was sagen?
Irgendwann hat man die *beeep* voll. Irgendwann ist es genug geworfen und geklopft und gehämmert.
Und geweint. Dein Meeresspiegel ist damals bestimmt durch meine Tränen gewaltig angestiegen.
Dann nimmt man all sein Handwerkszeug weg, wirft den rosa Bären um, zeigt der ganzen Sache gepflegt einen bestimmten Finger und geht.
Läuft an der Achterbahn vorbei und lässt ihn da, wo er es haben wollte, sitzen.
So ähnlich hab ich das auch gemacht. Irgendwann war Ende Gelände.
Die Ladung an Geduldspatronen war mir ausgegangen.
Und das war gut so. Weil ich mich bis dahin total verausgabt hatte.

Und das, liebes Universum, obwohl ich durchaus sehr genau hingesehen habe, wo mein Helfersyndrom aktiv ist und wo es um einen echten Seelendienst geht. Denn dieses Mal wollte ich alles richtig machen.
Aber er hat mich immer wieder gekriegt mit meiner Begeisterung zu dem Land, in dem er wohnte.
Fast bin ich in den Telefonhörer gekrochen, um mich mit meiner Seelenheimat verbunden fühlen zu können.
Das kann man eigentlich gar niemandem erzählen.

Mein inneres Kind war auch noch ganz entzückt davon, dass man in seinem Land so viel fluchen darf.
Ich glaube, manchmal habe ich auch zwei Sachen verwechselt.
Die Seelenverbindung war das eine, die tiefe Liebe zu seiner Heimat das andere.
Ich habe mir also Sorgen um einen erwachsenen Mann gemacht, der gut für sich selbst sorgen konnte.
Um einen Menschen, der ein Recht zu wählen hat, genau wie ich.
Und nur, weil er gestern A sagte, muss er morgen nicht B sagen.

Doch jetzt stell dir mal vor, wir Menschen sind so wild auf den vermeintlichen Hauptgewinn und kriegen all deine Zusatzinfos gar nicht mit?
In Wahrheit ist der Plüschbär vielleicht voller Milben und es hätte uns dann wochenlang oder noch länger gejuckt und gewundert, wo das herkommt.
Warum haben wir eine erstaunliche Fixierung auf das, was wir verlieren können?
Dabei gibt es doch immer was zu gewinnen, in meinem Fall war das wahrscheinlich mein Leben.
Denn so wie Herr Heiratsantragsmeister drauf war, wäre das Tempo in vielerlei Hinsicht zu schnell gewesen.
Und außerdem hast du mir durch ihn gezeigt, was Narzissmus wirklich bedeutet.
Davon hatte ich ja wirklich keine Ahnung.

Ich verbuche es jetzt voller Dankbarkeit unter Gnade, dass er die Bahn angehalten hat.

Und gut, dass ich die Zeit seines Schweigens genutzt habe, um zu verhindern, dass er mich nochmal zur Achterbahn einlädt.
So wie jemand, der nur mal eben Zigaretten holen gehen wollte.
Das war meine größte Rettung. Auch wenn es lange mein größter Schmerz war.

Danke, dass du gut auf mich aufpasst, auch wenn ich deine Hinweise schonmal übersehen habe.
Danke, dass du immer wieder einen Aufruf machst, wenn sich jemand aus deinem Team verlaufen hat.
Danke, dass du mich lehrst, das Kämpfen sein zu lassen.
Ich bin ja schließlich kein Ritter mehr.

ANTWORT DES UNIVERSUMS:

“Es ist alles in Ordnung.
Und es hat alles seine Ordnung.
Es gibt kein Versagen.
In der größten Stagnation findest du die größten Chancen.
Auch in Sackgassen halte ich mein Gold bereit.
Was auch immer Gold für dich persönlich bedeutet.
Ich stelle nicht nur eine Chance zur Verfügung, sondern viele.
Manche sind von anderen Menschen und ihrer Wahl abhängig.
So kommen sie entweder zur Verwirklichung oder werden in eine nächstbessere Wahl verwandelt.
Dir stehen immer alle Türen offen.
Hindernisse sind oft Hauptgewinne.
Das Leben ist keine beschriftete Tupperdose.
Es ist viel besser!”

1-11-2020

→ Meine Texte dürfen sehr gerne geteilt werden!

Wenn du einen Artikel kopieren willst, dann bitte unverändert und mit der Quellenangabe: https://rebekka-gutmayer.com/blog

Teile den Beitrag auf
Brief ans Universum Nr. 3

Brief ans Universum Nr. 2

Liebes Universum,

vor ein paar Jahren hast du mich eine große Liebe wiederfinden lassen.
Ich traue dir ja echt viel zu, aber ob du wohl wirklich wusstest, was du damit anstellst?
Ziemlich ins Zeug gelegt hat er sich, also zumindest eine ganze Weile lang.
Heiratsanträge hab ich gekriegt, so viele wie Geschenke unterm Weihnachtsbaum Platz finden.

Mal so unter uns, das machte die Sache schon auch irgendwie unheimlich.
Aber lieber Himmel, du hast ihn mir noch in einer Meditation angekündigt.
Ich konnte ihn ein halbes Jahr vorher schon sehen, nur ahnte ich ja nicht, das er das ist.
Es war wie nach Hause kommen, verstehst du das?
Er war der Mensch, der mich über viele Leben hinweg schon kannte.

Unsere Pläne ließen mein Herz höher schlagen, es fühlte sich an, wie wenn Dornröschen hellwach aufspringt!
Es gab zwischen uns nur EINE Seelensprache, obwohl uns Kontinente trennten.
Mit ihm über dich zu philosophieren war eine Faszination, die meisten Menschen halten sowas ja immer noch für Unfug.
Ich hörte deutlich seine Seele, auch wenn er als Mensch gerade beschäftigt war.

Er zeigte mir Bilder von unserer Zukunft, unserer gemeinsamen Heimat und ich fing an, zu entrümpeln.
Innen wie außen, wollte ich doch bereit sein für mein neues Leben. Jetzt sollte es endlich losgehen.
“Halte durch, ich brauche noch ein bisschen. Bald hole ich dich ab!” waren seine glasklaren Seelenworte.
Two souls on a mission. Für traumatisierte Kinder wollten wir unser Bestes geben, damit sie wieder an sich glauben können.

Ich dachte, jetzt beginnt die Reise so richtig, jetzt kommt endlich die Ernte für all die inner work der letzten 20 Jahre.
Ich ging wie durch einen Wasserfall aus puren Glückstropfen.
Vielleicht hab ich sogar vor Glück geleuchtet, weil meine Seele so on fire war.
Das war eine Zeit, in der ich mich frei gefühlt habe, mit allem verbunden.
Du hast mir nicht gleich verraten, was noch so in ihm steckt. Ein Überraschungsei ist ein Witz dagegen!

Und dass er dann seinen freien Willen als Mensch nutzt und vor unserem Seelenplan kneift, wer hätte da drauf kommen sollen?
Dabei war er wie eine Katze mit 9 Leben, und vielleicht war das 9te dann auch mal einfach zuende.
Ob du ihn wohl inzwischen als Engel angestellt hast?
Wenn ja, hast du bestimmt ganz schön mit ihm zu tun, Flöhe hüten ist sicher einfacher.
Nein, ich bin nicht mehr sauer auf ihn, war er doch ein richtig guter Lehrer.

Doch du hast schon recht, ich hätte die Erlebnisse hinter mir lassen können und einen neuen Weg gehen.
Aber irgendwie bin ich ziemlich lange in mich zusammen gefallen, auch wenn ich nach außen fast immer stark war.
Ich hab viel Zeit gebraucht, um das alles zu verarbeiten. Mit wem hätte ich über sowas Extravagantes in vollem Umfang reden sollen?
So eine Seelenliebe zu finden und immer wieder zu verlieren ist wie begeistert den Führerschein machen und dann nicht Auto fahren dürfen.
Ich konnte die Geschenke dieser Geschichte lange nicht erkennen und du kannst schon zugeben, dass du sie auch echt gut versteckt hast!

Heute weiß ich, dass du es gut meinst mit mir.

Doch da wär noch was. Eigentlich bin ich ja nicht so pingelig mit Zeiten.
Aber ich frage mich schon, was du dir dabei gedacht hast.
Es ist 368 Tage her und damals blickte ich nach einem Seminar in blaue Augen, so blau wie ich sie nie zuvor gesehen habe.
Durchkucken konnte man, wie aus einem Hobbithaus hinaus in die weite Welt voll strahlend blauem Himmel.
“Du wirst sehen, in einem Jahr bist du frei!” sagte die Stimme, die zu den blauen Augen gehörte.
Irgendwas in mir spürte, dass da jemand wirklichen Zugang zu dir hat.

Ich hab mich erschrocken und gefreut zugleich, war es doch unerwartet, dass du SO zu mir sprichst.
Weißt du doch genau, dass ich von dem Zukunftsvorhersage-Kram nicht viel halte, weil man dann denkt, man bekäme von dir Frühstück ans Bett.
Oder den Traummann per Einschreiben geliefert.
So ganz ohne jede persönliche Entwicklung.
Aber das ist doch Mist vom Bauern Hubertus.

Und dann habe ich trotzdem die Tage gezählt, weil man sowas natürlich im Ohr hat.
Die Wochen und die Monate.
Und noch immer war keine Freiheit in Sicht. Also keine von der Sorte, an die ich dachte.
Und dann das. Tag 365, ich spüre zum ersten Mal in diesem Leben, wie es sich anfühlt, größer zu sein.
Größer als die seltsamen Umstände da draußen. Größer als meine Zweifel. Größer als meine Vergangenheit.
Ich war frei! Von ganz tief innen heraus. Ohne jeden äußeren Umstand. Einfach nur in mir drin.
So werden seit Tag 365 nach den Worten des blaue-Augen-Mannes die Karten wieder neu gemischt.

Danke, dass ich mitspielen kann im Abenteuer Leben.
Danke, dass du mir immer irgendwie die Kraft gibst, weiterzugehen.
Danke, dass du sehr hartnäckig damit bist, mich zu erinnern, dass es da noch mehr zu entdecken gibt.

Du weißt, wie ich das liebe.

ANTWORT DES UNIVERSUMS:

“Für dich gibt es mehr als 3 ZKB mit Rheinblick oder ein Strandhaus am Meer.
Du BIST das Meer.
Du musst nicht abgeholt werden, du bist schon längst dort.
Du musst auch nirgendwo hin, du bist bereits angekommen.
Zuhause ist immer dort, wo DU bist.
Aber dein Körper und deine Seele schätzen Orte, die ihrer Frequenz entsprechen.
Wenn eine Schnecke ihr Haus verlässt, zieht sie um in ein neues, weil es ihr zu eng in dem vorherigen geworden ist.
Menschen halten oft an ihren alten Schneckenhäusern fest und das bereitet dann den großen Schmerz.
Let go of the old you und entspanne dich in das noch Unbekannte hinein.
Immer von innen nach außen. Nicht umgekehrt.”

23-10-2020

→ Meine Texte dürfen sehr gerne geteilt werden!

Wenn du einen Artikel kopieren willst, dann bitte unverändert und mit der Quellenangabe: https://rebekka-gutmayer.com/blog

Teile den Beitrag auf
Brief ans Universum Nr. 3

Brief ans Universum Nr. 1

Liebes Universum,

Vanillepudding sollte doch ein gutes Omen für den nächsten Tag sein.
Hab ich ihn abends noch extra gekocht und mich schon riesig drauf gefreut.
Doch irgendwie war mir schon morgens komisch im Bauch und ich ahnte es.
Am Vortag gab es nicht nur den vorgekochten Pudding, sondern auch ziemlich viel Selbstreflektion.
Und auch wenn ich das immer noch gerne vergesse, am Tag drauf kommt dann meistens noch ne Ladung an Emotionen hinterher.
Die winkt aber nicht wie Tante Trude am Bahnhof fröhlich dem Zug hinterher, die ist eher wie ein innerer Sturm aus dem Nichts.

Und da war er, plötzlich, mitten am Tag hatte ich ein inneres Bild vor Augen. Das war mir schon bekannt, aus meiner Therapeuten-Ausbildung vor ca. 7 Jahren. Bei einer Rückführung sah ich mich damals als eingesperrten Ritter. Hoch im Turm stand ich da und kam nicht mehr raus, als ein gestandener starker Mann mit Rüstung und Schwert. Ich konnte durch ein Fenster nach draußen sehen und ich fühlte einen tiefen Schmerz und einen enormen Widerstand gegen das Geschehen, denn eigentlich sollte ich da draußen sein und für das Gute kämpfen. Pustekuchen, das wurde nix mehr.

Ich war sicher, dass das längst geheilt war, doch es ging noch weiter.

Bilder aus meiner Kindheit, wie ich in einer fremden Schule von einem fremden Mitschüler eingesperrt und bedroht wurde, der das wohl ziemlich witzig fand. Bilder wie ich mich gefangen fühlte in Situationen, die ich selbst unwissentlich herbeigeführt oder zumindest zugelassen habe. Bilder, wie ich stuck in the middle war, so wie schon als Ritter.
Und dann kamen die Tränen, das Thema war immer noch nicht durch.

Tränen der Hilflosigkeit, der Ohnmacht, Tränen der Traurigkeit.
Wie bei meinem Lieblings-Eisdealer, von jeder Sorte etwas.

Seit Jahren suche ich ein echtes Zuhause und habe eine große Sehnsucht nach Veränderung.
Was hab ich alles getan, um Bewegung in die Angelegenheit zu bringen.
Mindestens soviel, wie ich Ausreden hatte, warum es nicht gehen wird. Ich hab sie nicht bemerkt.
Dazwischen hab ich mir die Decke über den Kopf gezogen, weil ich es nicht mehr spüren wollte. Das war mir zu groß!
Das da draußen war zu groß, zu mächtig, zuviel.

Wie oft habe ich dich um Hilfe gebeten, aber ich konnte dich nicht hören.
Ich selbst habe die Veränderung verhindert, aus Angst, wieder nicht anzukommen.
Aus Angst, nochmal enttäuscht zu werden.
Aus Angst, mich wieder gefangen und unfrei zu fühlen, auch an dem neuen Ort.

Nein, Universum, das war mir nicht bewusst.
Aber jetzt verstehe ich es.
Jetzt kann ich dir den Raum geben, mich zu befreien.
Ich kann dir den Raum geben, die alten Bilder abzuholen und zu entsorgen.
Ich kann dir den Raum geben, diese Träume endlich zu verwirklichen.
Weil ich sie nicht nur träume, sondern weil ich bereit dafür bin.
Ich kann MIR diesen Raum geben, weil ich größer geworden bin als die alten Ängste.

Danke für diese Einsicht. Danke, dass du immer an mich glaubst, auch wenn ich es mal nicht tue.
Danke, dass du zuhörst. Danke, dass du immer die aktuellsten News hast.
Man muss nur zu deinem Kiosk und nach der neuesten Zeitung fragen.

Ab jetzt mach ich das.

ANTWORT DES UNIVERSUMS:

“Wähle frei zu sein und alles andere wird deiner Wahl folgen.”

21-10-2020

→ Meine Texte dürfen sehr gerne geteilt werden!

Wenn du einen Artikel kopieren willst, dann bitte unverändert und mit der Quellenangabe: https://rebekka-gutmayer.com/blog

Teile den Beitrag auf