Brief ans Universum Nr. 1

Brief ans Universum Nr. 1

Liebes Universum,

Vanillepudding sollte doch ein gutes Omen für den nächsten Tag sein.
Hab ich ihn abends noch extra gekocht und mich schon riesig drauf gefreut.
Doch irgendwie war mir schon morgens komisch im Bauch und ich ahnte es.
Am Vortag gab es nicht nur den vorgekochten Pudding, sondern auch ziemlich viel Selbstreflektion.
Und auch wenn ich das immer noch gerne vergesse, am Tag drauf kommt dann meistens noch ne Ladung an Emotionen hinterher.
Die winkt aber nicht wie Tante Trude am Bahnhof fröhlich dem Zug hinterher, die ist eher wie ein innerer Sturm aus dem Nichts.

Und da war er, plötzlich, mitten am Tag hatte ich ein inneres Bild vor Augen. Das war mir schon bekannt, aus meiner Therapeuten-Ausbildung vor ca. 7 Jahren. Bei einer Rückführung sah ich mich damals als eingesperrten Ritter. Hoch im Turm stand ich da und kam nicht mehr raus, als ein gestandener starker Mann mit Rüstung und Schwert. Ich konnte durch ein Fenster nach draußen sehen und ich fühlte einen tiefen Schmerz und einen enormen Widerstand gegen das Geschehen, denn eigentlich sollte ich da draußen sein und für das Gute kämpfen. Pustekuchen, das wurde nix mehr.

Ich war sicher, dass das längst geheilt war, doch es ging noch weiter.

Bilder aus meiner Kindheit, wie ich in einer fremden Schule von einem fremden Mitschüler eingesperrt und bedroht wurde, der das wohl ziemlich witzig fand. Bilder wie ich mich gefangen fühlte in Situationen, die ich selbst unwissentlich herbeigeführt oder zumindest zugelassen habe. Bilder, wie ich stuck in the middle war, so wie schon als Ritter.
Und dann kamen die Tränen, das Thema war immer noch nicht durch.

Tränen der Hilflosigkeit, der Ohnmacht, Tränen der Traurigkeit.
Wie bei meinem Lieblings-Eisdealer, von jeder Sorte etwas.

Seit Jahren suche ich ein echtes Zuhause und habe eine große Sehnsucht nach Veränderung.
Was hab ich alles getan, um Bewegung in die Angelegenheit zu bringen.
Mindestens soviel, wie ich Ausreden hatte, warum es nicht gehen wird. Ich hab sie nicht bemerkt.
Dazwischen hab ich mir die Decke über den Kopf gezogen, weil ich es nicht mehr spüren wollte. Das war mir zu groß!
Das da draußen war zu groß, zu mächtig, zuviel.

Wie oft habe ich dich um Hilfe gebeten, aber ich konnte dich nicht hören.
Ich selbst habe die Veränderung verhindert, aus Angst, wieder nicht anzukommen.
Aus Angst, nochmal enttäuscht zu werden.
Aus Angst, mich wieder gefangen und unfrei zu fühlen, auch an dem neuen Ort.

Nein, Universum, das war mir nicht bewusst.
Aber jetzt verstehe ich es.
Jetzt kann ich dir den Raum geben, mich zu befreien.
Ich kann dir den Raum geben, die alten Bilder abzuholen und zu entsorgen.
Ich kann dir den Raum geben, diese Träume endlich zu verwirklichen.
Weil ich sie nicht nur träume, sondern weil ich bereit dafür bin.
Ich kann MIR diesen Raum geben, weil ich größer geworden bin als die alten Ängste.

Danke für diese Einsicht. Danke, dass du immer an mich glaubst, auch wenn ich es mal nicht tue.
Danke, dass du zuhörst. Danke, dass du immer die aktuellsten News hast.
Man muss nur zu deinem Kiosk und nach der neuesten Zeitung fragen.

Ab jetzt mach ich das.

ANTWORT DES UNIVERSUMS:

„Wähle frei zu sein und alles andere wird deiner Wahl folgen.“

21-10-2020

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Elefantenrüssel

Elefantenrüssel

Oder auch:

Die Sache mit dem Saugen

 

Um es vorweg zu sagen, diese Geschichte ist wahr.

Und ich liebe Elefanten wirklich sehr.

Außerdem hat mich mein Vater nie Illegales gelehrt.

Aber an der ein oder anderen Stelle hab ich als Kind miterlebt, wie man Situationen beschleunigen kann.

Vor einigen Jahrzehnten gab es einen Wanderzirkus, dessen größtes Highlight ein Elefant war.

Auf etlichen Plakaten sah er mir entgegen und es zog mich wie magisch zu ihm.

Allerdings gab es ein Problem. Ich wollte mir keine Show ansehen, in denen eingesperrte Tiere vorgeführt werden.

Aber das war ja damals der übliche Weg, so ein prachtvolles Tier zu Gesicht zu bekommen.

Da fiel mir mein Vater ein und die Möglichkeit der Beschleunigung.

Es brauchte also eine andere Lösung und die hieß Karotten, Toastbrot, Bier und Zigaretten.

 

Die ersten zwei für den Elefanten, die letzten beiden für seinen Pfleger, bitte nicht verwechseln.

Und schon gar nicht nachmachen!

Weitere Zutaten: Mut, Höflichkeit, Respekt, Freundlichkeit, Achtsamkeit.

Der Pfleger war etwas überrascht, aber er erkannte schnell den Mehrwert und ich durfte zu ihr.

Zu einer liebenswerten Elefantendame, die sich sichtlich über meinen Besuch freute.

Und ich mich erst. Weit und breit niemand, der ihr oder mir Vorschriften machte.

Karotten und Toast waren schnell in ihrem großen Bauch verschwunden.

 

Ich freute mich wie ein kleines Kind an Weihnachten.

Also nicht über das majestätische Tier in Gefangenschaft, sicher nicht.

Aber darüber, dass sie sich für mich nicht zum Affen machen musste.

Und darüber, dass ich in Ruhe mit ihr reden konnte, ich bin sicher, sie hat jedes Wort verstanden.

Weißt du, wie sich ein Elefantenrüssel anfühlt, wenn er anfängt, dich auf Fressbares zu untersuchen?

Eigentlich könnten Elefanten gut als Security wirken und die Leibesvisitiation übernehmen.

Um Loriot zu zitieren:

„Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur blasen kann!“

 

Ein Elefant stellt dich auf den Kopf, wenn du nicht aufpasst.

Er findet den letzten Krümel, den du in der Tasche hast.

Als Elefant darf er das natürlich auch und da stört es mich keinen Meter.

Aber wie ist das im echten Leben mit all den menschlichen Elefantenrüsseln?

Ein Schelm, wer jetzt Neckisches denkt. Das meine ich nicht.

 

Wenn man nicht aufpasst, läuft die Ware immer nur von innen nach außen vom Band.

 

„Geben ist seliger denn nehmen“ wird uns lange und breit erzählt.

Zeit, Geld und Energie fließt vorwiegend zu den anderen und wir lassen es zu.

Im inneren Betriebssystem steht der Schalter groß auf „Giving“.

Hinz und Kunz steht Tür und Tor offen, weil wir wollen ja die Guten sein.

 

Und selbst, wenn H&K gar nicht vorbeisehen, fangen wir an, die Welt mit unseren Gaben zu bespassen.

Sie ihr fast schon aufzudrängen. Man muss ja was tun, um geliebt zu werden.

Der Herzensmensch darf so ziemlich alles, Mühe geben braucht er sich keine.

Grenzen gibt es kaum welche und wenn, dürfen sie auch mal übertreten werden.

 

Weil er ja nicht anders kann. Weil wir sie ja so gut verstehen.

Weil wir ständig mitfühlend und empathisch sind.

Weil wir auch für andere Verantwortung übernehmen, die uns gar nix angeht.

Ein altes Kinderschema sagt Hallo.

 

Der Schalter, um ein Gleichgewicht zu halten, ist Simsalabim in Vergessenheit geraten.

Man vergisst sich selbst und irgendwann staut es sich an.

Einbeinig lässt sich nicht so gut laufen.

 

Aber empfangen ist etwas, mit dem sich viele von uns richtig schwer tun.

Ja, geben ist wunderschön.

Wenn ich könnte, wäre ich ganzjährig der Weihnachtsmann.

Aber selbst der braucht mal Pausen und Erholung.

Und freut sich riesig über jemanden, der ihm ein saftiges Stück Kuchen bringt.

Wenn wir immer nur austeilen, ist es irgendwann leer in uns.

So leer, wie meine Jackentasche nach dem Besuch bei der Elefantenlady.

 

Und dann ist die Enttäuschung da. Das Gefühl mißbraucht zu werden steigt auf.

Das Gefühl, nichts wert zu sein, weil nichts oder nur wenig zurück kommt.

Immer und immer wieder verdrängen wir es durch weiteren Aktionismus.

Doch es braucht auch den anderen Schalter.

„Receiving“ muss genauso aktiviert sein.

Wir dürfen es uns erlauben, wir dürfen empfangen.

Den Augenblick, die Weisheit unserer inneren Führung, liebevolle Gesten, Geschenke, Wertschätzung von außen, Wunder…

Ein paar Jahre später hab ich sie wieder besucht.

Die Sache mit der Beschleunigung war auch da wieder von Vorteil.

So kam ich zu der Situation, dass sie ihrem Pfleger ausbüxte, sie wollte partout nicht mit in ihr Zelt kommen.

Dieses Mal schenkte sie mir etwas Großes, ganz offensichtlich. Und alle Umstehenden waren ziemlich verblüfft.

Es war ihr Vertrauen.

Ich ging zu ihr, streichelte ihren Rüssel und lud sie ein, mit sanften Worten, mit mir zu kommen.

Sie zögerte keine Sekunde und folgte mir.

Ihr Pfleger meinte, ich könne seinen Job haben.

 

Ich hatte etwas ganz Wertvolles gelernt.

 

Wenn du an der richtigen Stelle gibst, kommt es auch von der richtigen Stelle wieder zu dir zurück.

Das muss nicht die gleiche Situation sein.

Auch nicht die gleiche Zeit, die gleiche Summe oder genauso viele Karotten.

Es gleicht sich alles aus, früher oder später.

Aber dafür müssen unsere inneren Schalter an sein. BEIDE.

Ein Elefantenrüssel ist schlau.

So manch menschlicher ist es auch.

Also lass dich nicht aussaugen.

Sieh genau hin, was du aus freiem Herzen wirklich geben willst und kannst.

Sag auch mal Nein, wenn es dir zuviel wird.

Überprüfe, ob das was sich gestern gut anfühlte, heute auch noch so ist.

Stoppe dein inneres Kind, wenn es sich wieder verausgaben will.

 

Lehre es mit Geduld, wertvoll zu sein, ohne ständig etwas dafür tun zu müssen.

Sag JA zum Leben mit all seinen Annehmlichkeiten.

Hör auf damit, sie zu verweigern, sie suchen sich sonst einen anderen Ort.

Und das wär ja Blödsinn. Bei dir ist es doch schön!

Und dann kannst du auch Elefanten unterstützen.

Oder Affen.

Oder den Lieblingsmenschen.

Nicht aus unterschwelligen Schuldgefühlen heraus.

Nicht aus der Sucht nach Anerkennung.

Nicht aus Verlustangst.

 

Viel größer, besser, nachhaltiger!

Und aus echter Liebe.

~Rebekka Gutmayer~

P.S.: Meinen Goldesel kann man auch füttern! Vielen Dank 🙂

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Blablabla. Stop it!

Blablabla. Stop it!

Wie lange willst du dich noch mit Dingen beschäftigen, die deine Frequenz nach unten ziehen?
Die dich schwächen, dir Angst machen, dir deine Kraft rauben?
Wie lange willst du dich noch mit Menschen umgeben, die an dir zweifeln, dich klein machen, dich nicht wertschätzen?
Wie lange willst du dich selbst noch zurückhalten, weil du für andere sonst zu groß wärst?
Wie lange willst du noch den ausgetrampelten Pfad gehen, den man dir als Kind vorserviert hat, ohne dich zu fragen?
Wie lange willst du deine wertvolle Energie noch verschwenden mit Aufregung und Verärgerung über das Verhalten anderer?
Wie lange willst du noch deinen eigenen Gedanken über dich und deine schwierige Vergangenheit zuhören?
Wie lange willst du noch glauben, dass du nichts verändern kannst und dass du nur ein kleines Blatt im Wind bist?
Wie lange willst du noch zusehen, wie die Welt sich spaltet, weil jeder mit dem Finger auf den anderen zeigt?
Wie lange willst du noch von einem besseren Leben träumen, während du gleichzeitig davon sprichst, wie schwer doch alles ist?
Wie lange willst du den alten Ballast noch mit dir herumtragen, innen wie außen?
Wie lange willst du noch leiden, obwohl es nicht nötig ist?
Wie lange willst du dich noch zerrissen fühlen, weil du von einer Expertenmeinung zur anderen geschleudert wirst und nicht mehr weißt, was du glauben sollst?
Wie lange willst du noch ignorieren, was deine eigene Wahrheit ist?
Wie lange willst du noch alleine durch diese Welt irren, obwohl es überall Leuchttürme gibt?
Wie lange willst du noch auf den Prinz auf dem weißen Pferd warten, obwohl er keine fucking Ahnung hat, wo du wohnst?
Wie lange willst du dich noch verrückt machen lassen von Informationen, die dich offensichtlich nur manipulieren wollen?
Wie lange willst du noch deine Zeit, deine Energie, dein Geld in Dinge investieren, dich an das binden, was dich bisher nicht weitergebracht hat?
Wie lange willst du noch auf deinen Verstand hören, der versucht dein Herz zu verdrängen, weil er noch nicht weiß, wie er mit ihm zusammenarbeiten soll?
.
„Wie kann sie sowas nur schreiben?“
.
Sie kann, weil sie das alles selbst gemacht hat.
Weil sie sich selbst verloren hat. Viel zu lange, viel zu oft.
Weil es verdammt mühselig ist.
Weil es traurig macht. Und müde.
Und eine scheiß Endlosschleife ist, wenn man nicht damit aufhört.
Weil es nicht das ist, was diese Erde verdient hat.
Weil es nicht das ist, was du verdient hast.
Weil die Welt nach einer Veränderung ruft.
Weil sie mitten im Umbruch ist.
.
Sie ruft nach dir.
Mit deinen Träumen.
Mit deinen echten Freudentränen.
Mit den Narben, die dich ausmachen.
Mit der Weisheit aus deiner Vergangenheit.
Mit der Stärke, die du besitzt.
Mit all deinen Talenten.
Mit deinem Herzen, ohne die Mauer davor.
Mit dem, was wirklich in dir steckt.
Mit dem, wonach du dich so sehnst.
Mit deiner Wärme.
Mit deiner Loyalität dir selbst gegenüber.
Mit all dem Guten in deinem Leben.
Mit deinem ansteckenden Lachen.
Mit den Macken, die zu dir gehören.
Mit der Liebe, die du zu geben hast.
Mit der Liebe, die zu dir will.
Mit der Sicherheit IN dir.
Mit deiner Seele, die keinen Bock auf Zurückhaltung hat.
.
Go to the mental gym.
Bewege deinen Geist.
Lass ihn atmen.
Lass ihn weit werden.
Lass ihn größer denken.
Lass ihn die Welt verändern.
Weil du dich veränderst.
Öffne dein Herz.
Für dich.
Und das, was du erreichen kannst.
Für das, wofür du hier bist.
.
Stop das Blablabla.
Weil es Zeit ist.
Die Welt braucht dich.
In glücklich.
Now!
.

~Rebekka Gutmayer~

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DEIN GEDANKENAUTO

DEIN GEDANKENAUTO

Also eigentlich hast du ja zwei.

Ein rotes und ein grünes.

Wenn du etwas Neues erschaffen willst, ist dein Gedankenauto total wichtig.

Denn das rote fährt am Liebsten zu dem bisher Gewohnten hin.

Also zu dem, was du nicht mehr möchtest.

 

Zu den ganzen Zweifeln über dich und deine Möglichkeiten, geliebt zu werden.

Zu den Situationen, die bisher schief gelaufen sind, in denen du enttäuscht wurdest.

Zu den Ängsten, vor Nähe, vor Verlust, vor Verlassen werden.

Zu den Glaubenssätzen, die du dir selbst vor allem unbewusst, aber tief eingeprägt hast.

Zu den Sackgassen, in denen du nicht weiter wusstest

Zu den Menschen, die dich daran erinnern, was bisher alles nicht funktionierte.

Zu den Orten, an denen du dich alleine und machtlos gefühlt hast.

Zu den Emotionen von Schuld, Wut, Ohnmacht, Trauer und Schmerz

Zu der Schwere und der Enge, die nicht nur deine waren

Zu den Bewertungen, wie dir all das nur passieren konnte

Zu den Verurteilungen, wie andere ihren Teil dazu beigetragen haben

Zu deiner Vorstellung von einem gebrochenen Herzen

 

Dein rotes Gedankenauto fährt immer wieder die alte Schleife, weil es so vertraut ist.

Da kennt es sich aus. Hier macht ihm keiner was vor.

Wenn du dort raus willst, musst du das Auto wechseln.

Steig in das Grüne um.

 

Grün mit Freude.

Grün mit Begeisterung.

Grün mit Dankbarkeit.

Grün mit Selbstliebe.

Grün mit Wachstum.

Grün mit Reife.

Grün mit Weisheit.

Grün mit Erleichterung.

Schicke es in deine Zukunft.

 

Zu dem Wissen, dass du die Macht hast, sie zu verändern.

Zu den Situationen, in denen du dich bereits glücklich und geliebt fühlst

Zu deiner wahren Größe

Zu den Orten, an denen du deine Freiheit deutlich spürst

Zu den Menschen, die loyal und aufmerksam an deiner Seite stehen

Zu der Erkenntnis, dass das Bisherige seinen Sinn hatte

Zu dem Wohlfühlpunkt von Leichtigkeit

Zu deinem höheren Selbst, das schon freudig auf dich wartet

Zu der Weite, in der du frei durchatmen kannst

Zu der Liebe, die von und mit dir gelebt werden will

 

Dein rotes Gedankenauto wird viele Versuche unternehmen, dein grünes zu überholen.

Viele.

Viele.

Viele.

Noch mehr.

Es wird versuchen, dich abzulenken.

Oft.

Sehr oft.

Unglaublich oft.

Es wird fast jede grüne Welle unterbrechen.

Unzählige Male wird es hupen und dich ausbremsen und manchmal auch am grünen vorbei fahren.

 

Doch du musst dich entscheiden, was du wirklich willst.

Rot oder grün.

Alt oder neu.

Übernimm das Steuer.

Gib nicht auf.

Bleib dran.

Sei hartnäckig.

Finde humorvolle Mitfahrer.

Und eines Tages siehst du dein rotes Gedankenauto im Rückspiegel.

Es bleibt zurück.

Es ist nicht weg, aber es fährt auch nicht mehr mit.

Du hast ihm die Energie entzogen.

Es verblasst in deiner Erinnerung.

 

Freie Fahrt für grün!

Und danke an rot!

Es hat dich überleben lassen.

Aber die Reise beginnt erst jetzt…

~Rebekka Gutmayer~

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Als die Seele den roten Faden verlor

Als die Seele den roten Faden verlor

Frisch vom Himmelszelt entlassen, segelte die Seele in das Menschenleben hinein.

Bei ihrer Ankunft auf der Erde atmete sie noch einmal tief durch und war ziemlich beruhigt, als sie das Knäuel mit rotem Garn in ihrer Seelenhosentasche fand. „Gott sei dank!“ dachte sie sich, „damit bin ich sicher und kann mich jederzeit erinnern, was ich hier denn so alles erleben will. Also für den Fall, dass ich es vergesse, man weiß ja nie.“

Die Jahre vergingen und die Seele freute sich zu Beginn auch noch so richtig über ihre Zeit mit ihrem Menschen. Anfangs konnte sie sich viel ausruhen und es gab gar nicht so viel zu berichten.

Doch dann ging es los, ein Seelenunwetter zog auf. Der Mensch hatte sich unglücklich verliebt und so sehr ihm die Seele auch aufmunternd zuflüsterte „es ist doch nur eine Erfahrung, hol dir den roten Faden aus ihr und dann gehen wir weiter!“, es brachte alles nichts.

Der Mensch war tief verletzt und verstand den Sinn einfach nicht.

Die Seele versuchte es immer wieder. Aber irgendwann war sie selbst so traurig, dass es um sie herum ganz dunkel wurde. Sie mochte kein Sonnenlicht mehr und ging lieber in düstere Nachtclubs, wo sie nicht erkannt wurde. Der Barkeeper wusste inzwischen schon Bescheid, sobald sie den Raum betrat. „Whisky on ice, wie immer?“ fragte er.

Die Seele gab nur ein Brummen von sich und verzog sich kurz darauf in eine der hintersten Ecken, das schummerige Licht kam ihr gerade recht. „Hier ist es so dunkel, wie ich mich fühle“, dachte sie. „Dieser Schmerz ist kaum erträglich und auch der Whisky kann ihn nur mühsam betäuben. Ich verstehe die Welt nicht mehr, was soll ich denn hier?“

Nachdem ein Kellner mehrmals wortlos nachgeschenkt hatte und einige Stunden vergangen waren, fasste sie sich zum bezahlen in die Seelenhosentasche und zog dabei das rote Knäuel hervor. „An irgendetwas soll es mich erinnern. Weiß der Geier, ich komme einfach nicht darauf.“

Sie hielt es dem Barkeeper kurz vor verlassen der Bar vor die Nase: „Hast du eine Idee, für was das gut sein soll?“ und blies den letzten Zug ihres Zigarillos an ihm vorbei. Dieser überlegte einen Augenblick, sah sich aber überfordert und schüttelte dann vehement den Kopf, um sich direkt wieder dem Polieren seiner Gläser zu widmen.

„Heute ist sie wieder schräg drauf“, murmelte er in seinen nicht vorhandenen Bart.

Die Seele ging hinaus in die Nacht, es leuchteten sogar ein paar Sterne am Himmel. Aber die Seele konnte sie nicht sehen. Sie sah überhaupt gar nichts mehr. Wenn es nicht ein paar aufmerksame Passanten gegeben hätte, wäre sie schon gleich auf den ersten Metern über einen Bordstein gefallen.

„So kann das nicht weitergehen. Ich bin so unendlich traurig, mein Herz ist so schwer. Es zieht mich hin zu dieser Seelenliebe und doch darf ich nicht bei ihr sein. Das gibt doch keinen Sinn, wer hat sich sowas ausgedacht? Und dieses rote Ding hier, lächerlich. Warum trage ich es überhaupt noch mit mir herum?“

Die Seele wurde wütend und warf das rote Garn in die nächstbeste Ecke. „Jetzt bin ich wenigstens dieses wertlose Teil los“, dachte sie und versuchte, einigermaßen gerade zu gehen.

„Die Dunkelheit kann dir zeigen, wie groß dein Licht tatsächlich ist!“ tönte plötzlich eine unbekannte Stimme aus dem Nichts. Die Seele erschrak. „Wer bist du?“ fragte sie unsicher und drehte sich in alle Richtungen um, doch sie war alleine auf der Straße.

„Du kannst dich in der Dunkelheit verlieren. Du kannst dich in ihr aber auch wiederfinden.“ bekam die Seele nun zu hören.

„Der Schmerz vergeht. Aber du musst ihn irgendwann loslassen. Du warst bereit, tief zu fallen um der anderen Seele einen großen Gefallen zu tun! Es war deine eigene Wahl. Du wolltest dich klein und mickrig und verloren fühlen.

Aber schon im zweiten Atemzug sprachst du davon, dass du dieses Leid auch erfahren möchtest, um dich auf eine besondere Begegnung vorzubereiten.

Eine Begegnung, die dich und die Welt verändern wird. Eine Begegnung, die dich daran erinnert, dass du ganz und groß und vollkommen und heil und reine Liebe bist. Und weil du nun weißt, was du nicht mehr möchtest, kannst du sie ganz leicht erkennen.“

„Wer zur Hölle bist du?“ fragte die Seele jetzt etwas lauter. Sie war ganz aufgeregt und von dem vielen Whisky war ihr auch noch ziemlich schwindelig.

„Ich bin dein Schutzengel!“ sprach es in die Nacht hinein. „Und hier ist wieder dein roter Faden.“ Das Knäuel, das kurz zuvor sehr unsanft beiseite geworfen wurde, lag nun wieder vor der Seele, fein säuberlich aufgereiht und wie von Zauberhand dorthin bewegt.

„Was soll ich damit, beim besten Willen, ich habe keine Ahnung?“ sagte die Seele.

Ich bin dein Plan B. Ich tauche immer dann auf, wenn du nicht mehr weißt, was du auf der Erde erleben wolltest. Deswegen bringe ich dir Plan A zurück. Dieser rote Faden zeigt dir durch intensive starke Gefühle, dass du entweder in einer Sackgasse stehst, aus der du schleunigst heraus solltest, wenn es zu lange anhält.

Oder dass du auf dem absolut richtigen Weg bist und es angezeigt ist, der Freude und den Glücksgefühlen zu folgen.“ sagte der Schutzengel.

„Aha.“ sagte die Seele. „Und was mache ich jetzt? Wir könnten zusammen um die Häuser ziehen?“

Der Schutzengel der Seele lachte. „Ich bin im Dienst, vielleicht ist es dir schon aufgefallen. Aber du, du könntest beginnen deine Augen zu öffnen. Für die Schönheit des Lebens, für deine Einzigartigkeit. Und für die Liebe, der du begegnen wolltest. Oder hast du eine bessere Idee?“

„Nein. Du hast recht und ich lasse die dunkle Nacht der Seele jetzt hinter mir“, sagte die Seele und schüttelte sich, um wieder klar denken zu können. „Ohne dich wäre es ausweglos gewesen.

Und jetzt passe ich besser auf den roten Faden des Lebens auf. Danke, dass du mich gefunden hast!“ sprach sie und hoffte auf ein kleines Zeichen ihres Schutzengels. So gerne würde sie ihn sehen!

„Ich bin immer bei dir. Doch ich muss dich deine Erfahrungen machen lassen, ich kann nicht eingreifen, nur weil mir danach ist. Aber ich habe drei Joker bekommen, die darf ich einsetzen, wenn es keine Hoffnung mehr gibt.

Zwei habe ich noch und deswegen möchte ich dich bitten, jetzt etwas sorgsamer mit deinem Leben und seinen Umständen zu sein, auch wenn es neben mir hin und wieder weitere Seelen gibt, die dir ihre Hand reichen werden.

Die Chancen ergreifen musst du allerdings schon selbst!“.

Und was deinen Wunsch betrifft“, sagte der Schutzengel, „sie ist für dich!“

Instinktiv hob die Seele ihren Kopf und sah eine Sternschnuppe ganz dicht an sich vorbeiziehen.

Jetzt war ihr klar, dass sie nie verloren und immer in guten Händen war. Auch wenn es zu manchen Zeiten so gar nicht den Eindruck machte.

„Ich werde meine Liebe finden und ich werde die Welt verändern“ sprach sie ganz bedächtig und schickte diese Wahrheit mit der Sternschnuppe zusammen ins große, weite Universum. Dabei fasste sie sich nochmals zur Sicherheit an ihre Seelenhosentasche.

Es wurde so hell um die Seele, dass der dazugehörige Mensch am Morgen darauf die Augen öffnete und spürte, dass dieser Tag ein ganz anderer werden würde…

~Rebekka Gutmayer~

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LIEBE UND KARTOFFELSUPPE

LIEBE UND KARTOFFELSUPPE

Nehmen wir an, dir begegnen immer wieder die gleichen Situationen:
Der/die Geliebte sucht Abstand.
Du fühlst dich übersehen.
Er/sie lässt sich nicht wirklich auf dich ein.
Er/sie hat für alles Mögliche eine Ausrede.
Vortäuschung falscher Tatsachen.
Prioritäten weit entfernt von deinen.
Große Worte, k(l)eine Taten.
Versprechen nicht eingehalten.
Zuckerbrot und Peitsche.
Keine zufriedenstellenden Antworten.
Heute so und morgen anders.
Dreiecksbeziehung.
Fremdgehen.
Verlustangst.
Narzissmus.
Vertrauen verloren.
Schweigen im Walde.
Die eigene Wahrnehmung in Frage stellen.

Und es fühlt sich an, wie die ewig gleiche zähe Kartoffelsuppe, die dir das Leben in Schleife bietet.
Schon wieder?
Dabei willst du doch eine saftige, kräftige Tomatensuppe mit einem Klecks Sahne drauf.
Davon träumst du.

Also schimpfst du auf die Kartoffeln.
Sie sind zu schwer, die kriegt man fast immer nur in Säcken.
Diese rauhe Schale. Und das Schälen dauert ewig.
Womöglich noch den Dreck entfernen.
Das Kochen braucht auch so lange.
Und dann dieser Spruch mit dem Bauern. Geht gar nicht.
Du träumst weiter.

Aber wenn du Tomatensuppe willst, musst du etwas dafür tun.
Du musst die Energie, die du in die Kartoffeln investiert hast, nicht nur heute, zurückholen.
Du musst aufhören, ständig an Kartoffelsuppe zu denken.
Du musst aufhören, über Kartoffelsuppe zu sprechen.
Du musst aufhören, dich als Kartoffelsuppenliebhaber zu fühlen.
Du musst glauben können, dass dir das Leben auch Tomatensuppe schenkt.
Du musst dich für Tomatensuppe entscheiden.

Das Leben bringt dir das, womit du dich beschäftigst.
Deine Seele zeigt dir das, was noch nicht rund ist.

Wenn es in anderen Dimensionen schon viel Kartoffelsuppe gab, taucht sie auch jetzt wieder auf.
Du kannst sie nicht einfach verscheuchen.
Aber du kannst ihr die Kraft entziehen.
Du kannst sie neutralisieren.
Du kannst sie an ihren Platz bringen, wo sie dich nicht mehr stört.
Du kannst ihr deutlich zeigen, dass jetzt endlich Zeit für Tomatensuppe ist!
Du kannst der Tomatensuppe richtig viel Raum geben.

Die Kartoffeln sehen dich eines Tages nur noch aus der Ferne an.
Sie wissen, bei dir ist kein Platz mehr für sie.
Also ziehen sie weiter, dorthin wo sie noch gebraucht werden.

Und du, du weißt wofür sie gut waren.
Und lächelst die Tomaten vor dir an.
Und sie lächeln zurück…

~Rebekka Gutmayer~

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ICH SEHE DEIN LICHT

ICH SEHE DEIN LICHT

Manchmal traust du der Liebe nicht mehr, doch ich sehe dein Licht
Manchmal fühlst du dich zu zerbrechlich, doch ich sehe dein Licht
Manchmal hast du Angst, nicht zu genügen, doch ich sehe dein Licht
Manchmal glaubst du, alleine zu sein, doch ich sehe dein Licht
Manchmal verstehst du deine Sehnsucht nicht, doch ich sehe dein Licht
Manchmal bemerkst du deine Weisheit nicht, doch ich sehe dein Licht
Manchmal denkst du, es ist viel zu schwer, doch ich sehe dein Licht
Manchmal überkommen dich große Zweifel, doch ich sehe dein Licht
Manchmal fehlt dir die Geborgenheit, doch ich sehe dein Licht
Manchmal scheint es, als würde sich das Glück vor dir verstecken, doch ich sehe dein Licht
Manchmal bist du dir selbst so fremd, doch ich sehe dein Licht
Manchmal hast du die Geduld verloren, doch ich sehe dein Licht
Manchmal schwankst du zwischen Herz und Verstand, doch ich sehe dein Licht
Manchmal bist du so müde von alledem, doch ich sehe dein Licht
Manchmal trauerst du um vergangene Momente, doch ich sehe dein Licht
Manchmal geht dir die Puste aus, obwohl du so entschlossen bist, doch ich sehe dein Licht
Manchmal scheint alles ganz anders als es ist, doch ich sehe dein Licht
Manchmal denkst du, du würdest lieber tauschen, doch ich sehe dein Licht
Manchmal fehlt dir die starke Schulter zum Anlehnen, doch ich sehe dein Licht
Manchmal scheint dich niemand zu sehen, doch ich sehe dein Licht!
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Ich bin Du und Du bist Ich
Ich sehe Mich aus Deiner Zukunft
Nichts ist in Stein gemeißelt
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Leicht oder schwer
Hell oder dunkel
Fröhlich oder traurig
Viel oder wenig
Bunt oder grau
Schnell oder langsam
Glaube oder Zweifel
Erschaffen oder Warten
Mut oder Angst
Seele oder Vernunft
Loslassen oder Festhalten
Gemeinsam oder alleine
Ehrlich oder verschleiernd
Direkt oder mit Umwegen
Klar oder desorientiert
Authentisch oder schwammig
Herzlich oder kühl
Offen oder verschlossen
Souverän oder wankend
Mitteilsam oder zurückhaltend
Sanft oder rauh
Liebevoll oder distanziert
Ausführlich oder knapp
Dankbar oder selbstverständlich
Einend oder trennend
Ausdauernd oder aufgebend
Heilend oder reizend
Wissend oder ahnend
Lachend oder seufzend
Vertrauend oder sorgenvoll
Vergebend oder nachtragend
Sichtbar oder versteckt
Gezielt oder auf gut Glück
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Es ist deine Wahl, die uns zusammenführt
So wähle weise
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Du bist größer, als du denkst
Du bist mutiger, als du annimmst
Du bist brillianter, als du ahnst
Du bist mehr, als du hoffst
Ich sehe dein inneres Licht, immer!
Ich freue mich auf dich
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IN LIEBE,
Dein Zukunfts-Ich
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~Rebekka Gutmayer~
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Seelina Teil 1

Seelina Teil 1

WENN SEELENPARTNER IHRE REISE PLANEN

Schön ruhig war es in der blauen, kuscheligen Sofaecke im Seelenhimmel, darüber war Seelina ganz schön froh. Ausruhen konnte sie sich, manchmal führte sie ein gutes Gespräch, manchmal auch ein ganz wichtiges. Und dann gab es wieder Zeiten, da sagte sie nichts, verweilte einfach nur in ihrem Sein. Oder sie überdachte, was sie bisher schon so alles erlebt hatte und was sie davon noch ergänzen möchte.

Manchmal stand sie auf und betrachtete aus dem Fenster des Erholungszimmers die Seelen, die gerade auf dem Weg zu ihrem neuesten Abenteuer waren. Ein bisschen Bewunderung kam schon auf und es juckte ja auch ein bisschen, sich ihnen wieder anzuschließen. Jeden Tag wurde es ein bisschen mehr und schließlich beschloss sie, dass es nun Zeit wurde für weitere Experimente auf dem doch irgendwie speziellen Erdenplaneten.

So packte sie ihr Erinnerungs- und Weisheitsköfferchen und betrat kurz darauf ganz aufgeregt den Seelenbesprechungs-Raum. Als hätte sie es nicht schon geahnt, dort wartete ihre Seelenfamilie schon auf sie, die den Raum Kraft ihrer Gedanken in eine Bar verwandelt hatten, und die erste Runde Himmelsschnaps war auch bereits bestellt! „Es ist doch jedes Mal das Gleiche“, sagte sie und schüttelte mit dem Kopf.

„Aber dieses Mal bleibe ich nüchtern, solange die Aufgaben verteilt werden“, dachte sich Seelina. „Jetzt passe ich gut auf, dass ich es nicht nochmal so übertreibe wie beim letzten Mal. Und wehe, sie wollen mich wieder überreden, ich bin gut gerüstet, auch mal Nein zu sagen!“

Schon wurde der Himmelsschnaps gereicht und alle Seelenfamilienmitglieder hoben die Gläser: „Auf eine erfolgreiche nächste Runde! Mögen wir die besten Erfahrungen machen, bei anderen einen guten Eindruck hinterlassen, Neues erfolgreich lernen und richtig viel Spaß haben!“

Doch es sollten noch weitere Seelen erscheinen. Die Tür ging auf und eine zweite Familie trat vollzählig ein.

Seelina waren nicht alle Mitglieder auf Anhieb bekannt, aber eines berührte sofort ihr Seelenherz.

Mein treuester Gefährte, mein bester Meister, mein dankbarster Schüler, mein Goldstück“ dachte sie, während die Liebe zu Julius direkt und unmittelbar den Raum füllte.

Sofort wusste er, dass Seelina bereits anwesend war und es genügte eine leichte Drehung nach rechts, um ihr den seit Längerem ersten vertrauten und innigen Blick zuzuwerfen, den sie aufgeregt erwiderte.

Auf dem Bartisch lagen mehrere dicke Stapel kleiner Kärtchen verteilt. Auf ihnen stand zum Beispiel sowas wie „Dreiecksbeziehung wiederholen“, „Vertrauen wiederfinden“, „Ein paar Jahre mit sich alleine sein“, „An Angst vor Nähe erinnern“, „Verlustangst heilen“, „Zur eigenen Größe stehen“, „Durch großen Schmerz zur größten Freiheit kommen“, „Weisheit an das Kollektiv vermitteln“, „Kinder von klein auf ermutigen“, „Echte Heimat finden“, „Vergeben lernen“, „Abhängigkeit auflösen“, „Durch Kunst Herzen berühren“, „Mißstände aufdecken“, „Selbstbewusstsein verlieren und wieder entdecken“ oder „grenzenlose Liebe erfahren“.

Natürlich gab es noch viele mehr, aber das würde hier den Rahmen sprengen.

Jetzt klingt das ja auf den ersten Blick ganz einfach, also zumindest für alle Geübten. Aber auf den zweiten Blick war es schon komplexer. Denn es wurden nicht nur die Aufgaben verteilt und manche bekamen gleich mehr als die Mindestanzahl davon, weil sie so eifrig ihre Hand hoben. Sondern es wurde auch vereinbart, wer da genau mit wem und wann in Kontakt kam, um so eine Aufgabe auch wieder in Erinnerung zu bringen!

Denn auf der Erde war das mit dem Gedächnis so eine Sache. Ziemlich oft ging das Wissen über diese Seelenbar-Absprachen gleich schon zu Lebensanfang wieder flöten. Manchmal weil der Schreck so groß war über den zurückhaltenden Erstempfang in der auserwählten Familie, manchmal weil die Seele das so wollte, um besonders stark zu wirken. Denn im Seelenhimmel sagt sich vieles ganz schön leicht, so ohne die ganzen Umstände die ein Menschenkind erfährt.

Außerdem wurde auch darauf geachtet, dass sich die noch recht jungen Seelen nicht total übermütig Karten aus dem Stapel für die reifen Seelen nahmen. Das gelang aber nicht immer, die ein oder andere von ihnen war schon ziemlich gewitzt für ihr Seelenalter und manche wollten einfach nicht auf den Rat der erfahrenen Seelen hören, weil sie das für Unfug hielten.

Seelina kam nun endlich an die Reihe und es strahlten ihr aufgeregte und begeisterte wie euphorische Gesichter entgegen, also die meisten jedenfalls.

„Kein Wunder“, dachte sie. „Haben sie ja auch fast alle kräftig beim HImmelsschnaps zugegriffen. Der ist aber auch so lecker, mit diesem unglaublich feinen Himbeeraroma!“ philosophierte sie leise vor sich hin.

„Seelina, du bist dran!“, rief ihr ihr bester Seelenfreund Julius aus der Mitte seiner Familie heraus zu.

„Gut, aber heute nehme ich wirklich nur 3“, antwortete sie und sah ihn liebevoll an.

Man muss dazu sagen, dass es zwei Arten gab, die aktuellsten Aufgaben für die Zeit im Menschenkörper zu ermitteln. Man konnte ganz gezielt hinsehen und nach dem ersten Wohlgefühl zugreifen oder man ließ den zum Seelenalter passenden Stapel an Karten umgedreht und zog so mehr oder weniger ins Blaue hinein seine Herausforderungen.

Wobei die wichtigsten Seelenspielgefährten schon auch dafür sorgten, dass sich die Karten dabei auch an der richtigen Stelle befanden. Wie genau sie darauf Einfluss nehmen konnten, das war Seelina noch nicht ganz klar, obwohl sie diese Abläufe schon so oft beobachtet hatte.

Sie entschied sich dann doch ganz spontan dafür, zu den etwas Mutigeren zu gehören und zog aus dem umgedrehten Stapel wie gewünscht nur 3 Karten heraus. „Und?“ fragte Julius ganz aufgeregt.

„Echt jetzt?“ murmelte Seelina in sich hinein, „Eigentlich war das ja klar“.

Sie räusperte sich, um nicht allzu enttäuscht zu wirken und sagte dann mit möglichst klarer Stimme: „Also, herzlichen Glückwunsch Julius, ich habe die große Begeisterung dir zu verkünden (sie verkniff es sich, mit den Augen zu rollen), dass du mich zum 283ten Mal an meine große Angst, dich zu verlieren, erinnern darfst.

Ich habe aber auch die große Hoffnung, dass es dann wirklich mal gut ist. Und dass ich dieses Mal schnell entdecke, dass wir in unserer letzten Inkarnation schon wieder diesen Schwur von uns gegeben haben, nie wieder alleine bleiben zu wollen!“ Was auf den beiden anderen Karten stand, verriet sie ihm nicht sofort.

Julius nickte und seufzte. „Ja, das war vielleicht nicht unsere beste Idee. Also lösen wir ihn schnellstmöglich wieder auf, damit uns die Seelenglocke der Erinnerung nicht mehr so lange im Ohr klingelt. Die ist ganz schön nervig, löst sie doch den alten Schmerz der Trennung so konsequent wieder aus. Und dann werden wir mißtrauisch oder kleben energieraubend aneinander. Oder noch schlimmer, einer von uns klammert wegen dieser Urangst an einem ganz Fremden und kann deswegen den anderen nicht wirklich in sein Leben lassen!

Das sollten wir dieses Mal wirklich vermeiden!“ sagte er.

„Ich bitte dich darum. Lass es uns jetzt in die Hand versprechen, dass wir uns dort unten in die Augen sehen und sofort wissen werden, wer wir sind. Und das wir uns die größte Mühe geben, jeder von uns – hörst du! – jeder, den alten Schmerz zu verwandeln und in Heilung zu bringen.

Weil ich dich so sehr liebe, gebe ich dir nun mein Einverständnis für unsere erneute, gemeinsame Erdenreise. Auch wenn du noch 2,5 Jahre hier bleibst und deinem ausgewählten Ehrenamt nachgehst, während ich vorauseile.

Wir sind schließlich gut gerüstet mit unseren Seelenpartner-Landkarten!“ sagte Seelina.

Julius war unglaublich aufgeregt, wollte er nicht zum Thema machen, dass es davon ja keine Kopien gab. Wer diese Landkarte irgendwo unterwegs verlor, hatte nun echt nicht gerade den Sechser im Himmelslotto gewonnen. Denn es gab von so ziemlich allen Himmelsdokumenten Sicherheitskopien, aber von einem der wichtigsten gab es keine. Bisher kam wohl auch noch niemand auf die Idee, das zu ändern.

Er küsste sie ganz zärtlich auf die Stirn, nahm ihre Hand und brachte sie in den nächsten Raum, den letzten, bevor das Abenteuer Erde wieder seinen Lauf nahm.

In vorwiegend ausgelassener Aufbruchsstimmung bekamen nun die Seelenfamilien ihre Seelenausweise mit neuem Gültigkeitsdatum übergeben – bis auf die, die sich noch ein bisschen Zeit lassen wollten oder erst später ihren Erdeneinsatz hatten.

Ein unglaublich schöner, weißer Engel verteilte sie an jeden Reisenden persönlich und versuchte, sich dabei mit dem Schmunzeln zurückzuhalten. Wusste er doch genau, wie das am Ende wieder „dort unten“ ablief.

Er hatte sich inzwischen entschieden, lieber hier im göttlichen Himmelsfeld zu Diensten zu sein und Trost oder Aufmunterung an die Neuankömmlinge zu spenden, wann immer sie gebraucht wurden…

Fortsetzung folgt (vielleicht)

~Rebekka Gutmayer~

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SIE WERDEN SAGEN…

SIE WERDEN SAGEN…

Rechts und links stehen sie am Straßenrand deines Lebens

 

Sie werden sagen, lauf nicht los, du wirst nicht ankommen

Sie werden sagen, du wirst einen weiten Weg gehen müssen

Sie werden sagen, es ist eine Sackgasse

Sie werden sagen, du bist ein Träumer, eine Träumerin

Sie werden sagen, du springst einer Fata Morgana hinterher

Sie werden sagen, lerne doch endlich, mit dir selbst alleine zu sein

Sie werden sagen, deine Sehnsucht ist ein Ausdruck von Mangel

Sie werden sagen, dir fehlt es an Selbstliebe

Sie werden sagen, das macht man doch nicht

Sie werden sagen, dein Glaube ist nicht stark genug

Sie werden sagen, begnüge dich mit dem was du hast

Sie werden sagen, du wirst die Nähe nicht ertragen können

Sie werden sagen, dafür ist doch jetzt gar keine Zeit

Sie werden sagen, wieso solltest ausgerechnet du so viel Glück haben

Sie werden sagen, du kannst nur scheitern

Sie werden sagen, du kommst von einem anderen Stern

 

DOCH GEH WEITER…

 

Du wirst ankommen, deine innere Weisheit kennt die Schritte

Du bist nicht aufzuhalten, denn du spürst, dass es die Wahrheit ist

Du brauchst keinen anderen Menschen, um gut für dich zu sorgen

Du bist dir selbst ein guter Freund, du bist nicht angewiesen auf Bestätigung

Du weißt, dass deine inneren Bilder zu äußeren werden

Du bist schon lange im Frieden mit deinem Alleinsein

Du erinnerst dich täglich mehr und du weißt, dass es deine Bestimmung ist

Du bist so klar darin, dich nicht mit wenig zufrieden zu geben

Du bist voll Fülle an Liebe, die geteilt werden möchte

Du hast deine Zeit intensiv genutzt und auch die Stille genossen

Du bist unabhängig und frei, was Zweisamkeit nicht ausschließt

Du gehst auf offene Arme zu, in denen du echte Geborgenheit erfährst

Du kannst du selbst sein, genau so wirst du auch gesehen

Du bist schon mittendrin und nicht nur dabei

Du träumst nicht mehr davon, du lässt es zur Wirklichkeit werden

Du erfährst Liebe in ihrer Königsdisziplin

 

Es ist egal, was sie sagen werden.

Dein Ziel ist der Weg!

Seelenliebe 2.0

~Rebekka Gutmayer~

 

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SIE WOLLTE NUR LIEBEN

SIE WOLLTE NUR LIEBEN

Das Elixier seiner Augen floß ihr durch Mark und Bein. In jede Zelle ihres Körpers und zurück in jede Erinnerung ihrer Seele an vergangene, gemeinsame Zeiten.

Liebessüchtig wurde sie, süchtig danach ihn anzusehen, ihn zu verstehen, ihn zu ergänzen.

Dabei wollte sie nur lieben, mit jeder Faser ihres Seins.

Sie vergass, dass er Freiheit und Raum brauchte um zu wachsen.

Dass er seine Schuhe selbst einlaufen musste und sie es nicht für ihn tun konnte, es hätte auch seltsam ausgesehen.

Im Aufwachen war er ihr erster Gedanken und nicht nur im Schlaf träumte sie stetig und fast ausschließlich von ihm.

Sie schloss sich, ohne es zu wissen, einem großen Energiefeld an in das viele Menschen, vor allem Frauen, täglich ihre schweren Mantras trugen.

Ein Mantra lautete „ich muss ihn retten, was auch immer es kosten mag“, ein anderes „ich muss mich anstrengen, um geliebt zu werden“. Doch war das lange nicht alles, das Repertoire an Sprüchen, Gedanken und Liedern war so groß, dass es sich dreimal um den Erdball schlingen konnte.

So sangen sie, oft in klagender Weise über die Sehnsucht nach Geborgenheit und männlicher Stärke, um im gleichen Atemzug dem Mann jede Chance auf Eigeninitiative zu entziehen.

Die Gruppe der Männer, die dem schweren und über die Jahrzehnte immer lauter werdenden Gesang nicht ausweichen konnte, zog sich still und leise zurück; Milimeter für Milimeter machten sie Rückschritte oder schlichen auf Zehenspitzen an den verzweifelten Frauen vorbei.
Sie wussten sich keinen Rat und so schwiegen sie.
Für große Worte braucht es auch große Taten, aber danach war ihnen nicht.

Und so besangen die liebessüchtigen Frauen das Universum, Sonne und Mond, den Tag und die Nacht und bei jeder sich nur bietenden Gelegenheit den Mann, dem sie ihr Herz geschenkt hatten.

Zur gleichen Zeit nahmen die Männer die Herzen an sich, der eine recht und der andere eher schlecht.

Sie kamen kaum darum herum, denn die Herzen wurden mit Sonderexpress & Glückwunschkarten zugestellt, am Gartenzaun festgebunden oder gar über den Schornstein in ihr Haus geschoben.

Der eine verwahrte es still, aber sorgsam – er wusste, es wird der Tag kommen, an dem ihre Herzen im Gleichklang schlagen konnten.

Der andere stellte es auf ein Regal, und sah es mit stolzgeschwollener Brust als Leistungstrophäe an, ohne jeden weiteren emotionalen Wert.

Der nächste war damit überfordert und wies das Herz schnell von sich um so weit zu rennen, als er nur konnte.

Manchmal taten sie auch erst das Eine und dann das Andere.

So sangen die Frauen und kämpften einen Kampf, der sie unendlich müde machte.

Bis zu dem Tag, an dem das Leben ein Einsehen hatte und beschloss, für Erleichterung zu sorgen.

Wie mit einem gewaltigen Windstoß schüttelte es Männlein wie Weiblein durcheinander und nichts war mehr wie zuvor.

Es nahm den Frauen all ihre Klageschriften und schenkte ihnen Freiheit.

Freiheit von den alten und gebetsmühlenartig heruntergeleierten Texten.
Freiheit von der Traurigkeit des sich Verlassen-fühlens.
Freiheit von der Angst, nicht gut genug zu sein.
Freiheit von dem Drang, sich für den Liebsten aufzureiben.
Freiheit von dem Kampf um Anerkennung.
Freiheit von der Besessenheit, einen Lieblingsmenschen im tiefsten Kern zu ändern.
Freiheit, um sich selbst zu lieben.
Freiheit, um das große Ganze zu erkennen.
Freiheit, wieder vollkommen bei sich zu sein
Freiheit, die Leichtigkeit zum Freund hat
Freiheit, sich selbst zu verwirklichen
Freiheit, Ohnmacht gegen Eigenverantwortung zu tauschen
Freiheit, das Herz ganz weit zu öffnen für die Stimme der Seele

Während die Frauen noch staunten, was ihnen so aus den Händen genommen und gleichzeitig auch unerwartet gegeben wurde, erwachten durch die große Wellenbewegung auch die Männer, einige plumpsten dabei von ihren Sofas.

Sie spürten, jetzt ist es an der Zeit, sich zu bewegen und Führung zu übernehmen.

Sie wussten, es gab nun keine Ausreden mehr. Sie konnten sich nicht länger verstecken. Auch die Bequemlichkeit wurde nicht mehr belohnt, die viele Jahre so praktisch war.

Sie nahmen die ihnen anvertrauten Herzen in ihre Hände und atmeten gemeinsam tief durch.
Es war an der Zeit, jedes einzelne davon zu überprüfen!

Der Mann, der nur darauf wartete, endlich Mann sein zu dürfen, gab es mit einem wissenden Lächeln seiner Liebsten und zeigte ihr ohne Umschweife und ehrlich wie nie sein eigenes, liebendes Herz.

Der Trophäensammler gab sie kleinlaut an all die Frauen zurück, die er nie ernst nahm oder gar respektlos behandelte und erkannte, dass er so viel mehr war, als all die Äußerlichkeiten, mit denen er sich bisher schmückte.

Der Überforderte hatte kein Herz, das er zurückgeben konnte, da er niemals eines an sich heranlies. Das stimmte ihn nachdenklich und er begann erste zarte Schritte der Kommunikation, wann immer er Augen begegnete, die für ihn strahlten.

Und so übten sie von nun an, neu zu lieben, als…

Liebende Menschen, die sich ihre Herzen schenken können, wann immer sie es für gut befinden.

Liebende Menschen, die das geliebte Gegenüber staunend betrachten, weil es ein einziges Wunder ist.

Liebende Menschen, die ohne zu leiden lieben, wenn der andere die Liebe noch nicht greifen kann.

Liebende Menschen, die sich gegenseitig Freiheiten schenken ohne einen Gegenwert zu erwarten

Liebende Menschen, die auch in der Zeit mit sich selbst ihr Glück verdoppeln

Liebende Menschen, die um ihre Stärken wie auch Schwächen wissen und beginnen, sich zu ergänzen

Liebende Menschen, die sich aneinander anlehnen statt aneinander zu ziehen, um neue Kraft zu tanken

Liebende Menschen, die die Sucht nach Liebe hinter sich lassen, um gemeinsam zu wachsen

Liebende Menschen, die täglich miteinander herausfinden, ob ihre Richtung (noch) die Gleiche ist

Liebende Menschen, die beginnen, ein viel größeres Energiefeld zu erschaffen, das es bisher nur in vielen Träumen gab…

~Rebekka Gutmayer~

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